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 In der Käsestube

In Niedendodeleben sind noch heute die alten Bördehöfe mit ihren typischen Torbögen zu bewundern. Im historischen Ortskern von Schnarsleben, das seit 1950 zur Gemeinde Niederndodeleben gehört, prägen einige gut erhaltene Höfe das Ortsbild. Hier befindet sich die “Historische Käsestube” des Heimat- und Kulturvereins. Unser kleines Museum zeigt Gegenstände, die zur Verarbeitung von Milch zu Butter, Quark und Käse gebraucht wurden: Ein originaler Satteschrank aus dem 19.Jahrhundert, Milchkannen, Satteschüsseln, eine Milchzentrifuge, ein Butterfass, Butterförmchen u.v.a.. Diese Dinge sind Leihgaben oder Geschenke an den Verein von verschiedenen geschichtlich interessierten Bürgern unseres Dorfes.

 

In solchen Milchkannen wurde früher die Milch transportiert, z.B. vom Bauernhof zur Käserei oder zum Milchladen, wo die Milch verkauft wurde.

 

Es gab aber auch kleine Milchkannen. Die brauchte man, um vom Milchgeschäft, wo man die Milch kaufen konnte, diese nach Hause zu tragen. 

 

Um die Milch weiter zu bearbeiten, benötigte man diese Milchschleudern. Damit konnte die MIlch in Rahm und Magermilch getrennt werden. Davor wurde die Milch von Hand abgerahmt, was sehr aufwendig war. Dann wird die Milch in Satteschüsseln gegossen und in einen Satteschrank gestellt. Die Anschaffung solcher Milchschleuder war eine große Arbeitserleichterung. Nicht nur in den Käsereien wurde Milch verarbeitet, sondern in jedem ländlichen Haushalt spielte die Verarbeitung von Milch zu Käse, Quark und Butter eine große Rolle. Sie war aber mit reichlich Arbeit verbunden.

  Auf diesem Foto schauen wir in einen Satteschrank. Hier hinein wurde die Milch gestellt, um dick zu werden. Sie wurde sozusagen zu "Dickmilch", was für die Herstellung bestimmter Arten von Magerkäse notwendig war. Aber vorher wurde die Sahne abgeschöpft, die man für die Butterherstellung brauchte. Dazu wurden die irdenen Schüsseln benutzt, die man hier auch noch sehen kann. Der Schrank war luftdurchlässig. Die Türen waren nur mit einem dünnen Stoff bespannt, um Fliegen und andere Käfer abzuhalten.

Wenn die Milch in einem Butterfass zu Butter geschlagen war, hat man sie in viereckige Model gestrichen oder die Stücken mit einer gemusterten Holzrolle in Form gerollt.

   Den Käse bewahrte man früher unter diesen gläsernen Glocken auf.

Im Hintergrund sehen wir noch ein Foto von Otto Krickau, dem Gründers der Käserei Krickau.

Jede Führung durch die Käsestube ist einmalig. Die Besucher werden in die alte Zeit zurück versetzt und tragen selbst mit Ihren Erinnerungen dazu bei. Christel Westerholz, die Urenkelin von Otto Krickau, einem von 5 Käsereibesitzern in Schnarsleben um 1925/26, erzählt Wissenswertes über das Käsereihandwerk und Geschichten aus dem alten Dorfleben.

 


Bei Voranmeldungen kann der typische, deftige Bördehandkäse verkostet werden.

 

  Die historische Käsestube befindet sich auf dem Westerholz’schen Hof, der zu jedem Fest des Heimatvereins geöffnet ist. Wir freuen uns auf ihren Besuch. Anmeldungen sind unter der Tel. Nr. 039204 62576 möglich.

Interessierte Besucher in der Käsestube gibt es immer!

 

 

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Heimat- und Kulturverein Niederndodeleben Schnarsleben e.V.